Um das Handy als IP-Kamera nutzen zu können und von überall Zugriff auf das Livebild oder Aufnahmen zu haben, muss es mit dem Internet verbunden sein. Prinzipiell ist das natürlich über die Mobilfunkverbindung möglich, wir empfehlen allerdings die Nutzung des WLAN-Netzwerkes. So verbraucht ihr nicht unnötig Datenvolumen, meist ist die Verbindung über WiFi auch stabiler.

Solltet ihr an dem Ort der Überwachung eine schlechte WLAN-Verbindung haben, solltet ihr versuchen, die WLAN-Reichweite zu erhöhen. Passende Tipps dazu findet ihr in unserem verlinkten Ratgeber. Hilft euch das nicht weiter, empfehlen wir euch einen reinen Datentarif für das Überwachungsgerät. Dieser ist in der Regel günstiger als ein vollwertiger Tarif mit einer Allnet-Flat.

In den App Stores findet ihr sowohl für iOS als auch Android passende Apps, um euer Handy beziehungsweise Tablet in eine Überwachungskamera zu verwandeln. Diese Apps bieten häufig auch praktische Zusatzfunktion, darunter etwa eine Bewegungserkennung oder einen Nachtmodus.

Einige Anwendungen benachrichtigen euch auch, wenn sie eine Bewegung wahrnehmen – praktisch bei potenziellen Einbrüchen. Ebenso ein Zweiwege-Audiosystem, über das ihr Durchsagen machen könnt.

Zugriff auf Aufnahmen und Livebild habt ihr stets über die App des Betreibers, die ihr auf dem als Kamera dienenden Handy und eurem regulären Smartphone installiert. Alternativ gelingt in der Regel auch der Zugang über euren Internetbrowser, mit dem ihr die entsprechende Adresse des Anbieters aufruft.

Eines haben die allermeisten Apps gemein: Sie bieten eingeschränkte Grundfunktionen, setzen allerdings zumeist auf In-App-Käufe, um den vollen Funktionsumfang bereitzustellen. Das betrifft beispielsweise die Nutzung eines Cloud-Speichers, in dem Aufnahmen abgelegt werden.

Häufig setzen die Programme auf Abonnements, bei denen ihr monatlich einen gewissen Betrag bezahlen müsst. Die genauen Kosten findet ihr immer innerhalb einer App. Das Gute: In der Regel könnt ihr die Vollversionen eine gewisse Zeit testen, bevor ihr euch für den Kauf entscheidet.

Die nachfolgenden drei Apps solltet ihr euch bei eurem Vorhaben einmal genauer ansehen. Die App Manything ist derzeit lediglich in englischer Sprache verfügbar, Alfred Home Security Camera sowie WardenCam Video Surveillance können mit deutscher Benutzeroberfläche verwendet werden.

Alle drei Lösungen könnt ihr gratis herunterladen, allerdings setzen sie auf In-App-Käufe, die den vollen Funktionsumfang freischalten. Beachtet, dass sich die Namen der Apps zwischen iOS und Android teils erheblich unterscheiden. Es handelt sich jedoch um dieselben Programme.

Im Funktionsumfang unterscheiden sich die Apps nur unwesentlich. Die Kernfunktion sind Live-Stream der Kamera, Speicherung der Aufnahmen in der Cloud sowie Bewegungserkennung mit Push-Benachrichtigung.

Bei Alfred Home Security Camera könnt ihr als einziger der drei Apps die Front- und Rückseitenkamera zur Überwachung nutzen. Den Nachtmodus und das Zweiwege-Audio gibt es nur bei WardenCam Video Surveillance und Alfred Home Security Camera . Manything hingegen beherrscht die Überwachung spezieller Zonen innerhalb eines Raumes.

Viele ältere Handys besitzen nur eine Kameralinse ohne Weitwinkel. Um den Betrachtungswinkel der zu überwachenden Örtlichkeit zu vergrößern, könnt ihr auf externes Zubehör zurückgreifen. Bereits für wenige Euro erhaltet ihr etwa Aufsteckobjektive mit Weitwinkel.

Diese installiert ihr einfach über der normalen Kameralinse. Das Zubehör bietet meist zwar keine Profi-Bildqualität, für eure Überwachungszwecke sollten die Zusatzlinsen aber ausreichen.

Mit einem alten Smartphone oder Tablet lässt sich natürlich noch deutlich mehr anstellen. Wir geben euch in den nachfolgend verlinkten Artikeln Ideen, was ihr sonst noch so alles mit euren Geräten umsetzen könnt.