Die Branche beklagt, dass etliche Stellen nicht besetzt werden können. Für die Ausbildung von zusätzlichen Programmierern fehlen die finanziellen Mittel, sagt die Dekanin der Informatik an der TU Wien. Firmen werden kreativ.

Wien. Die Wirtschaft schlägt Alarm, und das in Person von Alfred Harl. Harl ist Obmann der Fachgruppe Ubit in der Wirtschaftskammer, sie vertritt die IT-Unternehmen in Österreich. Und die haben laut Harl einigermaßen zu kämpfen – mit Personalmangel. Er packt Statistiken aus: . Fachkräfte in der IT fehlten aktuell, das koste den Standort Österreich , Mrd. Euro an Wertschöpfung, so eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts. In kaum einem anderen EU-Land würden so viele Computerspezialisten fehlen wie hierzulande. Dabei sitzen Angestellte allerorts im Home-Office. Wo mit der IT-Sicherheit umgegangen werde „wie in der Steinzeit“, ächzt Harl.

In wirtschaftlich schlechten Zeiten spricht man über Arbeitslose, in der Hochkonjunktur über den Fachkräftemangel. Was eine „Fachkraft“ ist, ist oft eine Frage der Definition. Die Ansprüche in IT-Berufen hätten in den vergangenen Jahren jedenfalls rapide zugenommen, sagt Harl. „Dass jemand einen PC zusammenstecken und ein paar Programme bedienen kann, reicht nicht mehr. Mit ein bisschen Ausbildung kommt man heute nicht weit.“

Kategorien: Allgemein