Google feiert seinen Cookie-Ersatz namens Federated Learning of Co­horts FLoC als großen Fortschritt, die Kritik daran wird aber immer lau­ter. Nach ersten Datenschützern, Suchmaschinen und Browser­an­bietern wird nun mit WordPress eine Web-Großmacht FloC blockieren. An sich ist bereits jetzt kaum vorstellbar, dass der Suchmaschinenriese Google seine Pläne zu FloC in die Praxis umsetzen kann. Denn der Widerstand wächst fast täglich. Bereits in den vergangenen Tagen und Wochen hat sich eine prominente Front an Kritikern gebildet. So hat u. a. die Electronic Frontier Foundation EFF den Cookie-Ersatz scharf kritisiert, danach gaben die Suchmaschine DuckDuckGo sowie die Browser Brave und Vivaldi bekannt, FLoC zu verweigern. Die Opposition hat nun einen überaus prominenten und mächtigen Unterstützer bekommen: Denn das Content-Management-System CMS WordPress hat bekannt gegeben, dass man FLoC als Sicherheitsrisiko behandeln und automatisch auf allen Seiten, auf denen es zum Einsatz kommt, deaktivieren wird. Diese Entscheidung kann und muss man als folgenschwer bezeichnen, denn WordPress ist für rund Prozent aller Webseiten verantwortlich. WordPress schreibt dazu: Diese Community kann mit vier Zeilen Code helfen, Rassismus, Sexismus, Anti-LGBTQ+-Diskriminierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen zu bekämpfen. Wie Bleeping Computer berichtet, dienen die besagten vier Zeilen Code dazu, per HTTP-Request-Header dem Browser mitzuteilen, dass FLoC auf der jeweiligen Seite deaktiviert werden sollte.

Laut WordPress haben Admins aber dennoch die Möglichkeit, sich selbst für FLoC anzumelden. Diejenigen Websites, die sich für FLoC entscheiden wollen, haben wahrscheinlich das technische Know-how, um diesen vorgeschlagenen Filter in Core einfach zu überschreiben , so WordPress.

Die Macher des CMS erläutern auch, warum man sich zu dieser Art von Opt-In und nicht zu einer Opt-Out-Lösung entschieden hat. Demnach sei das der einzige Weg, um jene zu schützen, die FLoC und dessen Gefahren nicht kennen.

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